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Rezepte und Ernährungsthemen für ein Leben nach dem Motto eat.drink.live.natural.

Der Blog „natürlich essen" widmet sich natürlicher, gesunder Ernährung mit klarem Blick auf Paleo- und Kosher-Prinzipien. Von Frühstück über Hauptgerichte bis zu Desserts – hier finden sich Rezepte, Einkaufslisten und Hintergründe rund um unverarbeitete Zutaten.

Zwei offene Sandwiches mit Spiegeleiern, Speck, Salat und Tomate auf einem Holzbrett, herzhafte rustikale Stimmung in warmen Brauntönen
Glaskaraffe mit tiefrotem Saft auf gestreiftem Stoff, kräftige Beerentöne
Frisch gebackene Muffins in Papierförmchen auf dunklem Backblech, goldbraune heimische Stimmung

Selbstgemachte Bratlinge aus Kichererbsen und Süßkartoffel

Wenn der Herbst Einzug hält und die Lust auf warme, nahrhafte Gerichte wächst, sind selbstgemachte Bratlinge aus Kichererbsen und Süßkartoffel eine wunderbare Bereicherung für jede Küche. Die Kombination aus cremig-süßem Wurzelgemüse und nussigen Hülsenfrüchten überzeugt durch ein intensives Aroma und eine beeindruckende Nährstoffdichte. Ob als vegetarisches Hauptgericht, als Beilage oder als Snack für unterwegs – diese kleinen Taler lassen sich vielseitig einsetzen und gelingen auch Kochanfängern zuverlässig.

Wer gern mit frischen Zutaten kocht und Wert auf eine bewusste Ernährung legt, findet in diesem Rezept eine unkomplizierte Möglichkeit, alltägliche Mahlzeiten aufzuwerten. Die Bratlinge kommen mit wenigen Handgriffen aus, benötigen keine ausgefallenen Zutaten und lassen sich wunderbar vorbereiten. Auch wer größere Mengen für die Woche zubereiten möchte, profitiert von der guten Haltbarkeit und der Möglichkeit, die Taler einzufrieren.

Warum Kichererbsen und Süßkartoffeln so gut zusammenpassen

Kichererbsen und Süßkartoffeln bilden geschmacklich wie auch ernährungsphysiologisch ein harmonisches Duo. Während die Batate mit ihrer leicht süßlichen Note und der weichen Konsistenz nach dem Garen für eine angenehme Bindung sorgt, bringen die Kichererbsen eine angenehm nussige Komponente und wertvolles pflanzliches Eiweiß mit. Zusammen ergeben sie eine ausgewogene Basis für Bratlinge, die sättigen, ohne schwer im Magen zu liegen.

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht liefern beide Zutaten komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe und eine breite Palette an Vitaminen und Mineralstoffen. Die Süßkartoffel enthält viel Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird, während Kichererbsen reich an Folsäure, Eisen und Magnesium sind. Für eine bewusste Küche ist diese Kombination daher besonders reizvoll, zumal sich beide Lebensmittel gut mit weiteren Gemüse- und Gewürzsorten verfeinern lassen.

Wer gerne mit unterschiedlichen Texturen spielt, kann die Bratlinge zudem durch geriebene Zucchini, Karottenstücke oder klein gewürfelte Paprika ergänzen. Auch frische Kräuter wie Petersilie, Koriander oder Schnittlauch runden das Aroma ab und verleihen den Bratlingen eine persönliche Note. Wer noch weitere Inspiration sucht, findet dort zahlreiche Anregungen rund um eine bewusste Küche.

Zutaten und Vorbereitung

Für etwa zwölf Bratlinge mittlerer Größe werden rund 250 Gramm getrocknete Kichererbsen oder eine Dose vorgegarter Kichererbsen sowie eine mittelgroße Süßkartoffel mit etwa 300 Gramm benötigt. Zusätzlich kommen eine kleine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen, ein Esslöffel Kichererbsenmehl als zusätzlicher Binder, ein Teelöffel Kreuzkümmel, ein halber Teelöffel Kurkuma, Salz, Pfeffer und frische Petersilie in die Schüssel. Etwas Olivenöl oder Kokosöl eignet sich zum Anbraten in der Pfanne.

Wer getrocknete Kichererbsen verwendet, sollte diese über Nacht in reichlich Wasser einweichen und anschließend in frischem Wasser etwa 45 bis 60 Minuten weich kochen. Die vorgekochten Hülsenfrüchte aus der Dose sparen viel Zeit, müssen aber gründlich abgespült und abgetropft werden, damit die Masse später nicht zu feucht wird. Die Süßkartoffel wird am besten im Backofen gegart, weil sie dabei ein besonders intensives Aroma entwickelt und sich nach dem Abkühlen leichter pürieren lässt.

Vor der eigentlichen Zubereitung empfiehlt es sich, alle Zutaten griffbereit zu haben. Knoblauch und Zwiebel werden fein gehackt, die Petersilie gewaschen und gehackt, die gegarte Süßkartoffel mit einer Gabel zerdrückt oder grob püriert. Auch die Kichererbsen sollten grob zerdrückt werden, sodass noch kleine Stücke erhalten bleiben, die den Bratlingen eine angenehme Textur verleihen.

Schritt für Schritt zur perfekten Bratling-Mischung

Zunächst werden die Kichererbsen mit der zerdrückten Süßkartoffel in einer großen Schüssel vermengt. Anschließend kommen Zwiebel, Knoblauch, Gewürze und Kräuter hinzu. Das Kichererbsenmehl wird zuletzt eingearbeitet, sodass die Masse gut zusammenhält, ohne zu kleben. Falls die Mischung zu feucht erscheint, hilft ein zusätzlicher Esslöffel Kichererbsenmehl oder ein wenig gemahlene Haferflocken, um die Konsistenz zu verbessern.

Die fertige Masse ruht am besten zehn bis fünfzehn Minuten, damit die Gewürze ihr Aroma entfalten können und das Mehl ausreichend Feuchtigkeit aufnimmt. In dieser Zeit formt man mit angefeuchteten Händen flache Taler von etwa zwei Zentimetern Dicke und legt sie auf ein mit Backpapier belegtes Brett. Wird die Masse zu klebrig, können die Hände mit etwas Öl benetzt werden, was das Formen deutlich erleichtert.

Das Braten erfolgt in einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze. Jede Seite braucht etwa vier bis fünf Minuten, bis eine goldbraue Kruste entsteht. Wer eine besonders knusprige Oberfläche bevorzugt, kann die Bratlinge zum Schluss noch für einige Minuten in den vorgeheizten Backofen legen. Auch das Backen im Ofen bei 200 Grad funktioniert sehr gut und eignet sich, wenn viele Bratlinge gleichzeitig zubereitet werden sollen. Wer nach einer anderen wärmenden Hauptspeise sucht, kann sich an einem Kokos-Curry mit Hähnchen orientieren, das ebenfalls mit nussigen Aromen überzeugt.

Variationen und passende Beilagen

Die Bratlinge lassen sich auf vielfältige Weise abwandeln. Für eine mediterrane Variante können getrocknete Tomaten, Oliven und frischer Basilikum in die Masse gegeben werden. Wer es asiatisch mag, ergänzt Ingwer, Sojasauce und gerösteten Sesam. Auch geriebener Käse oder Hefeflocken verleihen den Bratlingen eine zusätzliche Würze, die besonders Kindern schmeckt. Im Herbst passen zudem fein gewürfelter Kürbis oder Pastinaken hervorragend zu den Kichererbsen und sorgen für ein saisonales Aroma.

Als Beilagen eignen sich frische Salate ebenso wie gedünstetes Gemüse, Joghurt-Dips oder ein cremiges Avocado-Topping. Auch in einem Wrap oder Fladenbrot machen die Bratlinge eine gute Figur, gemeinsam mit Hummus, Rucola und eingelegtem Rotkohl. Für besondere Anlässe lassen sich die Taler auf einem Bett aus Couscous oder Quinoa anrichten und mit gerösteten Nüssen bestreuen. Diese Vielfalt macht das Gericht zum Allrounder, der in jeder Jahreszeit überzeugt.

Auch das Frühstück kann mit kleinen Bratlingen bereichert werden, etwa wenn sie kalt auf Brot oder zusammen mit einem weich gekochten Ei serviert werden. Selbst als Snack auf Parties oder beim Picknick erfreuen sich die Taler großer Beliebtheit, weil sie sich problemlos transportieren und bei Zimmertemperatur genießen lassen. Für Naschkatzen, die nach einer fruchtigen Ergänzung suchen, ist ein Blaubeermuffin-Rezept eine schöne Inspiration für den nächsten Brunch.

Tipps für Aufbewahrung und Meal Prep

Frisch gebratene Bratlinge halten sich im Kühlschrank etwa drei bis vier Tage, wenn sie in einer luftdichten Box aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen eignet sich die Pfanne, der Backofen oder auch die Mikrowelle. Besonders praktisch ist das Einfrieren: Die Taler lassen sich nach dem vollständigen Abkühlen in Gefrierbeuteln oder -dosen portionsweise stapeln und halten sich mehrere Monate. Zum Auftauen genügt es, sie am Vorabend in den Kühlschrank zu legen und anschließend kurz in der Pfanne zu erhitzen.

Wer größere Mengen vorbereiten möchte, kann die ungebratenen Bratlinge einfrieren und bei Bedarf direkt aus dem Gefrierfach in die Pfanne geben. Dabei sollte die Hitze anfangs etwas reduziert werden, damit die Bratlinge langsam auftauen und gleichmäßig durchgaren, ohne dass die Kruste verbrennt. Auch die rohe Masse lässt sich gut einen Tag im Kühlschrank aufbewahren, was die Zubereitung am Folgetag besonders bequem macht.

Für Reisen, Wanderungen oder das Mittagessen im Büro sind die Taler ein idealer Begleiter. Sie lassen sich kalt genießen, brauchen kein Besteck und liefern wertvolle Energie für unterwegs. Wer seine Mahlzeiten gern im Voraus plant, kann verschiedene Dips in kleinen Gläsern mitnehmen und die Bratlinge direkt vor dem Essen frisch erwärmen. Wer nach weiteren kreativen Ideen für eine bewusste, alltagstaugliche Küche sucht, findet bei einem weiteren Rezeptblog viele abwechslungsreiche Rezepte und Geschichten rund um gute Lebensmittel.


Über uns

Hinter „natürlich essen" stehen Torsten Fleischer und Lars Brouwers. Torsten ist als Personal Trainer in Berlin tätig, Lars ist Autor und beschäftigt sich mit Ernährungsthemen. Gemeinsam verbindet sie die Leidenschaft für natürliches Essen – auf dem Blog verweisen sie auch auf eigene Literatur.

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