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natürlich essen natürlich essen
natürlich essen
Wir lieben gutes Essen, so einfach und natürlich wie es geht und wir wollen uns mit unserem Essen wohlfühlen und gesund (er)halten. Das schließt sich unserer Meinung nach nicht aus. Damit es transparent wird, was wir darunter verstehen, gibt es einen Leitfaden für all unsere Mahlzeiten, damit Sie wissen, was fällt unter die Rubrik paleo und was nicht. Uns gefällt am besten die Bezeichnung paleo kosher und wir finden es passt zu 100% zum Thema!
100% paleo kosher ist grundsätzlich alles was wir roh und unverarbeitet essen können. Fleisch, Geflügel und Fisch, was sich bewegt, auf Weiden grast, wild gefangen oder erlegt wird, sowie alles Gemüse und Obst, was am Boden und an Bäumen und Sträuchern wächst. Ganz so, als ob wir uns unserer Evolution zuwenden und wieder zu Jägern und Sammlern werden.
Bei anderen Nahrungsmitteln, z.B. bei Gräsern und Körnern, sieht das ganz anders aus. Getreide jeglicher Art enthalten Anti-Nährstoffe, sogenannte Anti-Nutrienten, wie z.B. Saponine, Lektine oder Phytate. Diese chemischen Wirkstoffe (Toxine) setzen die Pflanzen als Schutzwaffen gegen Fressfeinde ein, vergleichbar wie heutzutage der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der konventionellen Landwirtschaft. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass bei vermehrter Aufnahme dieser Anti-Nährstoffe, unser Immunsystem im Darm angegriffen wird und die Barriere Darmschleimhaut durchlässiger und für Entzündungen sensibler wird. Als Folge daraus können Allergien und Auto-Immunerkrankungen leichter entstehen.
Bei Hülsenfrüchten (Leguminosen) wird es auch kompliziert (z.B. Bohnen, Erbsen, Linsen, Erdnüsse, Soja). Sie bieten zwar eine erhöhte Nähstoffdichte in puncto pflanzlicher Eiweiße, man sollte sie allerdings als zweischneidiges Schwert betrachten. Denn sie bleiben in erster Linie Kohlenhydrate und sie bringen auch viele Anti-Nutrienten mit sich, wie z.B. Phytinsäure (Phytate), die Vitamine und Mineralstoffe binden und somit deren Aufnahme in unserem Körper behindern.
Darüber hinaus enthalten viele Fertigprodukte und hoch verarbeitete, sogenannte veredelte Lebensmittel, Getreide, Zucker und Stärke in versteckter Form, wie z.B. Mais- oder Kartoffelstärke, Glucose-Fruktose-Sirup, Maltodextrin oder Zuckeraustauschstoffe.
Nicht so bei uns. Hier finden Sie kein Getreide, kein Gluten, keine Sojaprodukte, keine Kuhmilchprodukte, keine vorrangig Omega-6 enthaltende Fette und Öle oder gar Zucker in raffinierter Form. Hier finden Sie tierische Fette und Proteine in vielfältiger Art, z.B. aus Eiern von Zweinutzungshühnern bzw. aus Freilandhaltung, Nüsse und Samen, Gemüse und Obst aller Art, und natürlich viele Kräuter und Gewürze.
Also zu 100% paleo kosher, so gut es geht, insofern wir nicht aus geschmacklichen Gründen und für die Konsistenz der Gerichte, Kompromisse schließen und uns durchaus bei Ziegen- und Schafsmilchprodukten bedienen, genauso wie bei Ghee (geklärter Butter/Butterschmalz). Übrigens sind diese Lebensmittel eine wichtige Alternative bei bestehender Laktoseintoleranz, da sie zum einen laktosefrei sind (Ghee) und im Gegensatz zu in Kuhmilch enthaltenem Milchzucker (Laktose) und Milchprotein (Kasein), i.d.R. besser vertragen werden. Butter von grasgefütterten Weiderindern nutzen wir bei bestimmten Gerichten, um einen echten Buttergeschmack zu erhalten. Auch das kennzeichnen wir immer mit dem Zusatz – nicht paleo kosher!
Zu guter letzt sei noch erwähnt, dass wir Olivenöl (nativ = kalte, mechanische Pressung), in erster Linie auch bei kalten Speisen einsetzen. Bei den Rezepten, wo Olivenöl erhitzt wird, achten wir darauf, dass der Rauchpunkt nicht überschritten wird. Bei übermäßigem Erhitzen (>180°C), besteht die Gefahr, dass Olivenöl durch die auftretenden Oxidationsprozesse denaturiert.
Damit sind wir bei den Ausnahmen unserer Richtlinien angekommen, denn wir glauben an das Wirken der 80-zu-20-Regel (Pareto-Prinzip). Das heißt, wenn wir es schaffen, uns zu 80% so natürlich wie möglich zu ernähren, können wir guten Gewissens bei 20% der Zubereitung unserer Speisen Ausnahmen machen, ohne gesundheitliche Abstriche durch unser Essverhalten in Kauf zu nehmen. Wir glauben bei der Paleo-Ernährung eher an eine Philosophie und an einen Denkansatz, als dass man Regeln zu streng nimmt, denn dann verliert man den Spaß daran.
„Iss, was Dir gut tut, vermeide, was Dir schadet, ergänze, was Dir fehlt!“ (Grundgedanke Nahrung als Medizin)