Archiv für Mai, 2016

natürlich essen | Spargel im Speckmantel | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Zutaten (pro Pers.)
2 Händevoll Grünspargel
12 Scheiben Schinkenspeck
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Das Gericht ist so einfach wie genial. Schnell in der Vorbereitung, schnell in der Zubereitung und köstlich im Genuss.

Während der Grill auf Betriebstemperatur gebracht wird, alternativ geht auch Pfanne oder Backofen mit Grillfunktion, wird der Spargel verarbeitet. Nachdem Sie die Stangen unter fließendem Wasser abgespült haben, schneiden Sie die unteren 3-4 cm ab. Sie können bei dickeren Stangen auch das untere Drittel mit dem Sparschäler schälen und dann nur den letzten Zentimeter abschneiden.

Nehmen Sie je 3-4 gleich dicke Stangen zur Hand und umwickeln sie mit einer Scheibe Schinkenspeck – das Ende stecken Sie zwischen die Spargelstangen, so bleibt der Wickel fest.

Geben Sie die Spargelwickel auf den Grill – am Besten an den Rand, also indirekte Hitze – und wenden sie diese gelegentlich. Sind die Stangen wie gewünscht geröstet und der Speck knusprig, kann angerichtet werden.

Streuen Sie bei Bedarf etwas Salz und Pfeffer darüber, frisch gemahlen aus der Mühle, und geben ein paar Spritzer Olivenöl drauf.

Fertig ist das genussvolle „Fastfood“

Wussten Sie schon?

Unser schnelles Spargelgericht unterstützt Sie auf drei Ebenen. Bei der Entzündungshemmung wirken der grüne Spargel (Inulin) und das Schweinefleisch (Taurin). Antikarzinogen wirken Sulforaphane und Quercetine, zwei Wirkstoffe des Grünspargels. Darüber hinaus hat der grüne Spargel (Inulin) auch eine immunmodulierende Wirkung.

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer

natürlich essen | Potsdamer Sauenhain | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Am letzten April-Wochenende haben Torsten und ich, auf Einladung durch die Jung-Landwirte Clemens und Axel, erste Erfahrungen im Umgang mit artgerechter Schweinehaltung gesammelt. Unser Weg führte uns in den Potsdamer SauenHain. Wir haben Clemens bei der Arbeit mit den freilaufenden Sauen über die Schulter geschaut. Soviel können wir jetzt schon verraten – es war ein echtes Erlebnis!

Alleine die Fahrt raus in den Hain, über Brandenburger Land und Wegeplatten anstatt von Asphalt, war schon spannend und mit der Begegnung der ersten sich im Schlamm suhlenden Sauen und dem dazugehörigen Gegrunze, waren wir schon mittendrin im Schweinehirten-Dasein. Der Geruch, der uns vom ca. 10 Hektar großen SauenHain entgegenwehte, setzte das nächste Ausrufezeichen! Echte Landwirtschaft direkt vom Erzeuger eben…

Was ist nun dran an ihrem Versprechen „Ehrliches Schwein – direkt vom Erzeuger“? Die Schweine leben das ganze Jahr über draußen auf der Weide, vielmehr im Hain und ihre Schweinehirten, Clemens und Axel mit ihnen, zumindest tagsüber. Der Hain ist dadurch charakterisiert, dass es schattige Obstbäume, Grasflächen, Suhlen und große Auslaufflächen für die Schweine gibt.

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Für die Ferkel gibt es einen separaten Stall, der ihnen eine Entwöhnung von der Muttersau ermöglicht. Ca. 40 Ferkel liegen im Heu oder suhlen sich vergnügt quiekend im Schlamm. Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass die Tiere wirklich artgerecht, d.h. freilaufend und mit Dingen wie Fressen, Suhlen, Spielen und Dösen beschäftigt waren. Die Jungtiere verbringen dann etwa ein Jahr auf den angrenzenden Feldern und Plantagen. Gefüttert werden sie, wovon wir uns auch überzeugen konnten, mit geschrotetem Getreide, Heu, Rüben und Obst.

 

natürlich essen | Potsdamer Sauenhain | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

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Darüber hinaus waren Torsten und ich bei unserem Besuch auch gleich voll im Einsatz. Clemens hatte uns gebeten ihm bei der Verladung von drei großen, sprich schwergewichtigen Sauen behilflich zu sein. Gesagt getan – es brauchte viel Geduld, Körpereinsatz und Schnelligkeit, um schlussendlich drei Tiere in den Hänger für den Abtransport zum Schlachter zu bewegen und auch dort drinnen zu halten. Die Tiere werden ohne lange Transportwege und Stress – aus dem Gespräch mit Clemens und durch glaubhafte Beispiele belegt – in einer kleinen zertifizierten Landmetzgerei geschlachtet. Jede Woche werden so zwei bis drei Schweine verarbeitet, portioniert und im Vakuumbeutel als Mischpakete in der SauenHain-Box frisch verschickt.


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Ich habe mir nach dem Verladen die Sentimentalität erlaubt, noch einmal über den Rand des Hängers zu schauen – und prompt haben mich zwei niedliche Knopfaugen angeschaut und etwas in mir angerührt. Nichtsdestotrotz, glaube ich an den Kreislauf des Lebens und gerade die Art und Weise der Haltung und der transparente Umgang mit den Tieren – von der Aufzucht bis zum Schlachten – haben mich davon überzeugt, dass wir es tatsächlich mit „glücklichen Schweinen“ zu tun hatten…

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer