Mit ‘Weiderind’ getaggte Beiträge

natürlich essen | Wildlachs Filet | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Zutaten (4 Pers.)
4 Wildlachs-Filets á 200 g (bitte auf die Herkunft achten)
1 kg frische Bergpfirsiche
2 Chilischoten
2 EL Honig
2 EL Butter vom Weiderind
Mark einer Vanilleschote
Salz, Pfeffer
bei Bedarf Zitronensaft

Waschen und verputzen Sie die Filets. Anschließend tupfen Sie sie gut trocken, damit der Fisch beim Braten nicht allzu sehr spritzt. Sie können die Hautseite mit einem sehr scharfen Messer leicht einritzen, das gibt beim Braten ein schönes Muster.

Tipp!

„SSS“ ist ein alter Tipp bei der Fischzubereitung. „Säubern, salzen, säuren“ – Ersteres sollten Sie definitiv machen, die beiden anderen Arbeitsschritte sorgen zum einen für eine Entwässerung (salzen), und das Säuren mit Zitronen- oder Limettensaft für einen Garprozess. Diese Zubereitung, aus Peru stammend, nennt sich Ceviche. Salzen und säuren sorgt für ein verändertes Garverhalten beim späteren Anbraten, das sollten Sie berücksichtigen.

Pfirsiche waschen, den Kern entfernen und in gleichmäßig große Stücken oder Scheiben schneiden. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, den Honig hinzugeben und darin die Pfirsiche unter gelegentlichem Schwenken garen. Die kleingehackte Chilischote hinzugeben und unterrühren. Das ausgekratzte Mark der Vanilleschote ebenfalls mit unterrühren. Die Temperatur reduzieren und die Pfirsiche ziehen lassen.

Erhitzen Sie, wenn Sie haben, eine gusseiserne Pfanne auf maximale Temperatur, geben etwas Butter in die Pfanne, und reduzieren die Temperatur wieder leicht. Legen Sie das Filet mit der Hautseite nach unten in die Pfanne. Nach ca. 2-3 Minuten reduzieren Sie auf mittlere Temperatur, und lassen den Fisch langsam durchgaren. Das lässt sich beim Lachs wunderbar beobachten. Mit einem Esslöffel schöpfen Sie die Butter ab und gießen sie wiederholt oben auf den Fisch, so erhalten Sie eine krosse Haut und saftiges Fischfleisch.

Tipp!

Wie in der Zutatenliste schon erwähnt, sollten Sie beim Kauf inbedingt auf die Herkunft achten. Denn nur dort, wo „Wildlachs“ deklariert ist, erhalten Sie auch solchen. Und ja, er ist deutlich teurer als Zuchtlachs. Namensgebungen wie Echter Lachs, Irischer Lachs, Biolachs, Wildwasserlachs, Fjordlachs, Balticlachs, Grönlandlachs sind alles (Namens-)Produkte der Industrie – täglich gibt es hier neue Wortschöpfungen. Echter Wildlachs ist im Gegensatz zu den in 6-8 Monaten hochgezüchteten Industrieprodukten, 5-6 Jahre in den intakten Flüssen Irlands, dem nördlichen Atlantik und rund um Grönland, unter eigenständiger Nahrungsaufnahme (Krabben und Krebse), herangereift. Das schmecken Sie und merken Sie an seiner Konsistenz, insbesondere am Fettgehalt und der Fettqualität.

Richten Sie auf einem Teller das Filet an und geben anbei die karamellisierten Pfirsiche. Ein wenig Salz und Pfeffer über den Fisch streuen und bei Bedarf noch etwas Chili über die Beilage.

Lassen Sie es sich schmecken.

Wussten Sie schon?

Wildfisch ist reich an Omega-3-Fettsäuren, enthält die Vitamine A, B1, B6, B12 und D sowie Mineralstoffe. Omega-3 Fettsäuren (DHA, EPA) und Taurin wirken entzündungshemmend auf unseren Organismus. Das Capsaicin der Chilischote dient zudem einer allgemeinen Schmerzhemmung.

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer

natürlich essen | Gulasch | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Zutaten (4-6 Pers.)
1kg Rinderschulter (küchenfertig)
2 rote Paprika
1 gelbe Paprika
4 große Fleischtomaten
1 Handvoll Kirschtomaten
1 große Zwiebel – gewürfelt
2-3 Knoblauchzehen – gehackt
1 Liter Tomaten Sugo
1 kl. Glas Tomatenmark
1 TL Chili-Knoblauch Paste (optional)
2-3 TL Paprika Pulver scharf
2-3 TL Rosenpaprika
1 TL Cayenne Pfeffer
1 Bd. Oregano – gehackt
Salz, Pfeffer
Ghee oder Olivenöl zum Anbraten

Erhitzen Sie Ghee oder Olivenöl in einem ausreichend großen Topf.

Schneiden Sie das Fleisch in ca. 3cm dicke Würfel. Geben Sie das Fleisch in den Topf und braten es von allen Seiten schön scharf an. Reduzieren Sie die Temperatur und geben das Tomatenmark hinzu, anschließend Zwiebel und Knoblauch. Mengen Sie alles gut durch und garen solange, bis die Zwiebeln glasig werden. Fügen Sie den Sugo hinzu und rühren alles gut um. Bedecken Sie den Topf und lassen das Fleisch bei mittlerer Temperatur vor sich hin köcheln.

In der Zwischenzeit waschen und verputzen Sie Paprika und Tomaten, entfernen Gehäuse und Strunk und schneiden alles in etwa gleichgroße Stücke. Geben Sie das Gemüse ebenfalls in den Topf, und lassen alles unter gelegentlichem Umrühren weiter garen. Rühren Sie die Gewürze, sowie das 3/4 des gehackten Oregano unter, und schmecken mit Salz und Pfeffer ab. Lassen Sie das Gulasch bei geschlossenem Topf und unter gelegentlichem Umrühren für ca. 2 Stunden köcheln.

Wenn das Fleisch schön zart ist, richten Sie das Gulasch auf Tellern an und streuen ein wenig vom Oregano darüber.

Guten Appetit.

Wussten Sie schon?

Ein gut gewürtztes Gulasch kann auf verschiedenen Ebenen wirken, entscheidend dabei sind die richtigen Zutaten. Knoblauch (S-Allycylstein, Pectin) und das Fleisch eines wiesengefütterten Rinds (Taurin) bilden eine starke Einheit bei der Entzündungshemmung. Unterstützung auf der Ebene der allgemeinen Schmerzhemmung gibt es durch die Zugabe von Zwiebel (Kaempherol) und Chili (Capsaicin). Verwenden Sie in Ihrem Gulasch schwarzen Pfeffer (Piperin), erzielen Sie auch einen anti-parasitären/-mikrobiellen Effekt. Die Hauptbestandteile eines Gulasch hingegen Paprika/-pulver (Quercetin, Licopen) und Tomate (Lycopin) wirken anti-oxidativ auf den Organismus. Zu guter Letzt gibt die Kombination aus Zwiebel (Allyl-Gruppen) und Knoblauch (Cystein) einen unterstützenden Einfluss bei der Leberentgiftung.

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer

natürlich essen | Entrecote | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Zutaten (4 Pers.)
4 Scheiben Entrecôte (Weiderind, ca. 2,5cm dick)
4-6 Petersilienwurzeln
4-6 Süßkartoffeln
1 Bd. Rosmarin – grob gehackt (2 Zweige zurückbehalten)
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Knoblauch
Zwiebel

Zwiebel und Knoblauch schälen, grob hacken und zusammen mit 2/3 des Rosmarins und ca. 6 EL Olivenöl in einer Schüssel gut vermengen. Waschen Sie das Fleisch, trocknen es mit einem Küchentuch, und legen Sie die Scheiben in die Schüssel mit der Marinade. Massieren sie die Marinade in das Fleisch ein. Stellen Sie die Schüssel für eine Stunde in den Kühlschrank, damit die Aromen in das Fleisch einziehen können.

Tipp!

Nehmen Sie das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank, bevor Sie es braten. Eine halbe Stunde ist empfehlenswert, da sonst die Kerntemperatur zu kalt ist, und das Bratergebnis nicht den Wünschen entspricht.

Zwischenzeitlich verarbeiten Sie das Wurzelgemüse. Waschen Sie die Süßkartoffeln und die Petersilienwurzeln, bevor Sie sie schälen. Schneiden Sie danach alles in ca. 1cm dicke Scheiben, die Sie auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ausbreiten. Streuen Sie etwas Salz und Pfeffer darüber und beträufeln alles mit ein paar Spritzern Olivenöl.
Schieben Sie das Blech auf mittlerer Stufe bei 200°C (Umluft) für ca. 35-40min in den Backofen. Wenden Sie das Gemüse nach der Hälfte der Zeit. Wenn die Gemüsescheiben schön knusprig sind, reduzieren Sie die Temperatur auf 80°C und schieben das Blech auf die unterste Stufe.

Das Fleisch braucht für die Zubereitung ca. 15-18min (je nach Dicke und wie Sie es mögen). Erhitzen Sie eine Pfanne (wir verwenden dafür gern eine handgeschmiedete Eisenpfanne) mit ein wenig Öl. Braten Sie das Fleisch jeweils 1min von jeder Seite scharf an. Reduzieren die Temperatur und geben die Rosmarinzweige hinzu. Braten Sie dann jeweils 3-4min von jeder Seite weiter, bedecken das Fleisch mit Alufolie, und lassen es im Ofen je nach gewünschter Garstufe und Fleischdicke 10-20min ruhen.

Tipp!

„raw“ oder „blau“: scharfes Anbraten für 1min pro Seite. Das Fleisch ist außen schön braun, aber im Kern noch roh. Kerntemperatur ca. 35-40°C.

„rare“ oder „blutig“: bei starker Hitze je 2min pro Seite braten. Das Fleisch erhält so eine schöne Kruste, während es im Inneren rosa ist und einen rohen Kern hat. Kerntemperatur ca. 50-55°C.

„medium rare“ oder „rosa“: 3min pro Seite. Das Fleisch hat im Kern einen breiten rosa Streifen. Kerntemperatur ca. 55-60°C.

„medium“ oder „halbrosa“: erreichen Sie nach etwa 4 Minuten pro Seite. Außen ist das Steak gut gebräunt und innen hat es einen schmalen, rosafarbenen Streifen. Kerntemperatur ca. 60-65°C.

„well done“ oder „durch“: nach ca. 5min auf jeder Seite bei mittlerer Hitze. Kerntemperatur 70°C.

Nachdem das Steak das gewünschte Ergebnis erreicht hat, richten Sie es auf Tellern zusammen mit den gebackenen Wurzelgemüsescheiben an, bestreuen alles noch mit etwas Salz und Pfeffer und lassen es sich schmecken.

Guten Appetit.

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers
& Torsten Fleischer

Filet vom Weiderind

Veröffentlicht: 4. Mai 2014 von torstenfleischer in Hauptgericht
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