Mit ‘Möhren’ getaggte Beiträge

natürlich essen | Wildschweingulasch | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Wenn ich mit unserer knapp neun Monate  jungen Flat Coated Retriever Hündin Nala morgens durch den Berliner Forst streife, dann liegt uns des Öfteren Wildgeruch in der Nase. Um genauer zu sein Wildschweingeruch. Zugegeben ein Geruch, der zumindest mich, erst einmal in eine leichte „Alarmbereitschaft“ – oder nennen wir es besser Wachsamkeit – bringt. Toi, toi, toi kam es bis dato noch zu keiner echten Konfrontation – zugegeben ich wüsste nicht recht was tun in diesem Moment.
Wie dem auch sei, und dieses nicht aus Rachegelüsten, kam mir eines Morgens der Gedanke von Wildschweingulasch.

Zutaten (4 Pers.)
600 g Wildschweinfleisch frisch vom Jäger (aus Keule oder Schulter)
400 ml Wildfond (gerne selbst angesetzt)
100 g Knollensellerie (grob gewürfelt)
2 mittelgroße Möhren (grob gewürfelt)
1 mittelgroße Pastinake (grob gewürfelt)
2 kleine Schalotten (fein gewürfelt)
½ TL Pfefferkörner (grob zerstoßen)
½ TL Kreuzkümmel (grob zerstoßen)
½ TL Chilipulver (oder frisch)
1 TL grober Senf (ohne Zuckerzusatz)
Meersalz & Pfeffer zum Abschmecken
einen guten TL Tomatenmark
1-2 Zweige Rosmarin
abgeriebene Schale von 1 Zitrone (Bio)
2-3 EL Marsala
3 EL Rotwein
1 EL Crème fraîche
1 TL Balsamico-Essig
1 EL Kokosfett

Das Gemüse waschen und verputzen wenn nötig. Dann wie in der Zutatenangabe beschrieben zurechtschneiden. Beiseite stellen.

Das Gulasch waschen, trockentupfen und in 2,5 cm große Würfel schneiden.

Für einen tollen und intensiven Geschmack rate ich Ihnen, die Gewürze frisch in einem Mörser zu zerstoßen. Wenn Sie sich die Mühe machen möchten, dann können Sie den Kreuzkümmel zuvor in der Pfanne leicht anrösten – das intensiviert den Geschmack.

In einem ausreichend großen Bräter, und zuvor erhitztem Kokosfett, das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Geben Sie nun das Gemüse hinzu, und braten es ebenfalls kurz scharf an.

Rühren Sie das Tomatenmark unter, und löschen mit dem Rotwein ab. Zusammen mit dem Fond, den restlichen Gewürzen, dem Rosmarin und dem groben Senf bei mittlerer Hitze ca. 45min köcheln lassen.

Nun wird es geschmacklich spannend. Würzen Sie das Gulasch mit dem Abrieb der Zitronen und geben den Marsala dazu. Rühren Sie alles gut durch und lassen alles erneut aufkochen. Zu guter Letzt rühren Sie das Crème fraîche ein und schmecken mit Salz und Pfeffer ab.

Mein Beilagen Tipp!

Zum Wildschwein Gulasch passt meines Erachtens wunderbar selbst gemachter Rotkohl, im Backofengegarte Pastinake und/oder gegrillte Süßkartoffel.

Lassen Sie es sich schmecken!

Wussten Sie schon?

Unser köstliches Wildschweingulasch ist ein tolles Gericht zur Unterstützung einer guten Entzündungs- und allgemeinen Schmerzhemmung. Die für die Entzündungshemmung verantwortlichen Wirkstoffe sind Salicylsäure (Karotte), Inuline (Schalotte), Rutine (Rotwein), Taurine (Wildfleisch). Für die allgemeine Schmerzhemmung sind Kaempherol (Schalotte), Beta-Pinen, Alpha-Pinen (Kreuzkümmel) und Capsaicin (Chili und Senfsamen) verantwortlich.

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer
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natürlich essen | Möhren Frittata | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Die Frittata, oder auch italienisches Omelette, ist heute unser Rezeptthema. In Italien ist die Frittata oftmals eine Resteverwertung – aber eine köstliche! Wir möchten heute Möhren, Ingwer und geröstete Mandelblättchen miteinander kombinieren. Seien Sie gespannt!

Zutaten (4 Pers.)
ca. 600 g frische Möhren (das Möhrengrün könnten Sie für einen vitalisierenden Smoothie verwenden)
6 Bio-Eier (Sie wissen bereits, wir bevorzugen die der Zweinutzungshühner)
ca. 50 g geschälten Ingwer
2 große rote Zwiebeln – fein gewürfelt
1 kleine Chili – fein gehackt
1 Bd. frische Petersilie (glatt) – grob gehackt
Salz, Pfeffer
3 EL Ghee
ca. 450 g Schafsjoghurt
3 TL Curry
50 g Mandelblättchen

Die verputzen und geschälten Möhren mit einer groben Reibe raspeln. Den geschälten Ingwer mit einer feinen Reibe zerkleinern.

In einer ausreichend großen Pfanne Ghee erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. Geben Sie dann die Möhrenraspel und etwa 2/3 des Ingwers hinzu. Lassen Sie die Möhrenmischung unter gelegentlichem Rühren ca. 3 min anbraten, würzen sie mit Salz und Pfeffer und lassen sie anschließend etwas auskühlen.

Zwischenzeitlich rösten Sie in einer weiteren Pfanne die Mandelblättchen leicht goldbraun an, bis sich das feine Röstaroma in Ihrer Küche ausbreitet. Nehmen Sie die Blättchen heraus, und lassen sie ebenfalls abkühlen.

Vermengen Sie 150 g Joghurt mit den Eiern und dem Currypulver. Mischen Sie alles sehr gut durch. Die Masse wird ebenfalls mit Salz und Pfeffer gewürzt. Geben Sie Möhren, Chili, Petersilie und Mandeln hinzu und mischen alles gut durch.

Erhitzen Sie das restliche Ghee in einer ausreichend großen Pfanne – Sie benötigen einen Durchmesser von 24-26 cm. Füllen Sie die Möhren-Ei-Masse in die Pfanne, streichen alles glatt und verringern die Temperatur. Lassen Sie die zugedeckte Frittata für 35-40 min garen, bis die Eimasse gestockt und die Unterseite schön braun geworden ist. Sollte nach Ablauf der Zeit die Masse noch nicht vollends gestockt sein, schalten Sie die Temperatur aus und lasse die Frittata für weitere 5 min ziehen.

Wenden Sie sich nun dem Joghurt-Dip zu. Vermengen Sie dazu den restlichen Joghurt mit Salz und Ingwer.

Stürzen Sie die Frittata auf einen großen Teller schneiden Tortenstücke daraus und richten mit einem Klecks des Ingwer-Joghurts an. In Ermangelung einer gescheiten Kuchenform haben wir uns für eine eckige Frittata aus einer Auflaufform entschieden.

Lassen Sie es sich schmecken.

Wussten Sie schon?

Curry (Curcumin), Ingwer (Gingerol), Eigelb (SAMe), Karotten (Salicylsäure) und Zwiebel (Inulin) haben in dieser Kombination eine starke entzündungshemmende Wirkung auf unseren Organismus.

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer

natürlich essen | Coleslaw | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Heute möchten wir Ihnen einen Klassiker präsentieren. Ist er in Deutschland eher bekannt unter dem Namen Krautsalat, so kennt man ihn im englischsprachigen Raum allgemein als Coleslaw. Hier wie da gibt es regionale Unterschiede in der Art der Zutatenzusammensetzung, als auch bei der dazugehörigen Vinaigrette.

Zutaten (4 Pers.)
½ Rotkohl – fein geschnitten
½ Weißkohl – fein geschnitten
2 Möhren – grob geraspelt
1 Fenchelknolle – fein geschnitten
2cm Ingwer – frisch gerieben
Salz, Pfeffer – frisch gemahlen
1 Bd. Koriander – frisch gehackt
1 EL Senfkörner – im Mörser grob gemahlen
1 Knoblauchzehe – fein gehackt
1 Handvoll Walnüsse – grob gehackt

Vinaigrette
3-4 EL Essig
1 EL Senf
1 EL Koriander – frisch gehackt
1 TL Honig (optional)
2 EL Olivenöl

Damit Sie beim Kohl ein gutes Schnittergebnis bekommen, empfehlen wir, den Kohl längs zu vierteln und dann quer in feine Streifen zu schneiden. Vermengen Sie anschließend in einer großen Schüssel die geschnittenen Zutaten, also Rot- & Weißkohl, Fenchel und Möhre. Um die Struktur des Kohl etwas weicher zu bekommen, greifen Sie beherzt in die Schüssel, und drücken das Gemüse einige Male mit kräftigem Händedruck. Zum einen entfalten sich so die Aromen, der Kohl nimmt die Vinaigrette besser auf, und der Kauvorgang wird ebenfalls unterstützt. Geben Sie die restlichen Zutaten, bis auf die gemahlenen Senfkörner und ein paar Walnussstücke, hinzu, mischen alles gut durch und schmecken mit Salz und Pfeffer ab.

Tipp!

Je nach persönlichem Geschmack können Sie den Coleslaw mit gestiftetem Apfel, oder feingehackter Chili verfeinern. Beides hat definitiv seinen Reiz!

Für die Vinaigrette geben Sie alle Zutaten in ein Schraubglas, verschießen es mit dem Deckel, und fangen kräftig an zu schütteln. Schütteln Sie solange, bis sich alles miteinander vermischt hat. Schmecken Sie auch hier nochmals ab und ergänzen nach persönlichem Geschmack.

Richten Sie den Salat in Schüsseln an, beträufeln ihn mit der Vinaigrette und streuen eine Prise gemahlene Senfkörner und etwas von den Walnussstücken darüber.

Guten Appetit.

Wussten Sie schon?

Durch das Würzen mit Senf und Senfkörnern, verstärken wir über die darin enthaltenen Senfölglycoside die anti-mikrobielle Wirkung des Rot- und Weißkohls. Darüber hinaus ergibt sich aus der Kombination von Fenchel, Ingwer, Zwiebel und Koriander (Apigenin, Gingerol, S-Allylcystein, Zingiberen und Cilantrin) wiederum eine stark anti-entzündliche und schmerzhemmende Wirkung für unseren Organismus.

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer

natürlich essen | Zucchini Spaghetti mit vegetarischer Bolognese | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Zutaten (4 Pers.)
2-3 große und lange Zucchini
2 mittelgroße Möhren
½ Knolle Sellerie
½ Stange Porree
1kg frische Tomaten (gern unterschiedliche Sorten)
1 kl. Glas Tomatenmark
1 kl. Zwiebel – fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen – fein gewürfelt
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Basilikum
100g Pecorino

Das Gemüse waschen und verputzen. Möhren, Porree, Sellerie und Zwiebeln schälen, und in ganz feine Würfel schneiden. Tomaten waschen, vierteln und vom Strunk befreien, und anschließend in kleine Stücke schneiden.

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Knoblauch- und Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Fügen Sie das restliche Gemüse (außer die Tomaten) hinzu, und lassen es unter gelegentlichem Umrühren anschwitzen und leicht garen. Geben Sie das Tomatenmark in den Topf, und rühren es unter das Gemüse. Zum Schluss kommen die Tomaten hinzu. Bedecken Sie den Topf mit einem Deckel und lassen alles unter gelegentlichem Umrühren vor sich hin köcheln. Dadurch reduziert sich die Flüssigkeit und Ihre Bolognese schmeckt intensiver.

Waschen Sie die Zucchini und entfernen jeweils die Enden. Mit einem Julienne-Schäler schneiden Sie die Zucchini in Spaghetti-Streifen. Schälen Sie dabei nur bis zu den Kernen heran – den Rest können Sie für eine Zucchini-Suppe verwenden.

Erhitzen Sie in einer Pfanne etwas Olivenöl und schwenken darin die Zucchini-Spaghetti einige Male bis die Festigkeit etwas nachlässt.

Richten Sie die Spaghetti zusammen mit der Bolognese an und reiben abschließend noch etwas Pecorino darüber.

natürlich essen | Zucchini Spaghetti mit vegetarischer Bolognese | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Buon Appetito!

Wussten Sie schon?

Die ätherischen Öle des Basilikum (Monotherpene) und der schwarze Pfeffer (Piperine) haben eine anti-parasitäre/-mikrobielle Wirkung auf den menschlichen Organismus.

Gewürzmöhren

Veröffentlicht: 21. Juli 2014 von torstenfleischer in Allgemein, Snacks & Smoothies, Vorspeisen
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natürlich essen | Gewürzmöhren | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Zutaten (4 Pers.)
400g Bundmöhren (gern frisch vom Bauernmarkt)
300ml Gemüsebrühe
2 TL Fenchelsamen
2 TL Koriandersamen
1 EL Sesamsaat
1/2 TL frisch gemahlener Zimt
2 EL Ahornsirup oder Honig
2 EL frischer Zitronensaft
4 EL natives Olivenöl
ca. 60g getrocknete Feigen
ca. 60g getrocknete Aprikosen
Salz, Pfeffer

Waschen, verputzen und schälen Sie die Möhren, lassen aber etwas von den Stielen des Möhrengrünes stehen. Wenn sich in Ihrem Möhrenbund deutlich dickere Möhren befinden, dann halbieren Sie sie einfach längs.

Kochen Sie die Gemüsebrühe in einem Topf mit einem großen Durchmesser, auf, und dünsten die Möhren darin al dente. Nehmen Sie die Möhren heraus und stellen sie auf einer Anrichteplatte einen Moment lang warm.

Zwischenzeitlich rösten Sie in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur, und ohne die Zugabe von Fett, Koriander, Sesam und Fenchel an. Merken Sie, wie es herrlich duftet in Ihrer Küche!? Die angerösteten Gewürze zerkleinern Sie in Ihrem Mörser, geben dann die restlichen Zutaten hinzu (Sirup oder Honig, Zimt, Zitronensaft, Öl, Salz und Pfeffer) und vermengen alles gut mit einander. Die herrlich aromatische Gewürzmischung geben Sie über Ihre Möhren, und arbeiten Sie per Hand ein, so dass die Möhren komplett mit der Marinade benetzt sind. Lassen Sie die Möhren gut eine Stunde stehen, damit die Gewürze Zeit haben, einzuziehen.

Schneiden Sie nun das Trockenobst in kleine Würfel und mischen sie unter die marinierten Möhren. Letztmalig mit Salz und Pfeffer abschmecken, gern mit ein paar Zitronenspalten garnieren und servieren.

Guten Appetit.