Archiv für Dezember, 2016

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Starten Sie gemeinsam mit uns das Projekt – einen Monat ohne Zucker – am Dienstag, den 02.01.2017.

Liebe Freunde, liebe Leser,

wir hoffen Sie hatten ein friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben. Haben ruhige Stunden genossen, und dabei vielleicht den einen oder anderen Gedanken über das nun bald sich neigende Jahr 2016 gehabt, und vielleicht auch schon einen Blick nach 2017 „riskiert“.

Wie in den vergangenen 2 Jahren wollen wir auch 2017 mit Ihnen gemeinsam unsere Tradition der zuckerfreien Zeit zum Jahresstart begehen. Einen Monat, oder 4 Wochen, Achtsamkeit bei der Nahrungsaufnahme.

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Zur Erinnerung:

„It´s all about energy!“ ist einer unserer Leitsätze und wenn wir für einen guten Energieausgleich sorgen und nicht zu weit aus unserer Mitte geraten, dann glauben wir auch an wenig Belohnungsreize, z.B. nach etwas Süßem.

Woher kommt es eigentlich, dass wir häufig dieser „Lust auf Süßes“ ausgesetzt sind? Was macht es mit uns, wenn wir uns „nur mal kurz belohnen“? In welchem Zustand müssen wir dafür sein, wie weit außer Balance geraten, um in das Verlangen nach Süßem, um in einen  „Zuckerflash“ zu kommen, ohne, dass es uns dabei gleich bewusst wird? Das Gefühl danach kennen die meisten von uns: „Oh, schon wieder so viel Schokolade gegessen…“ Okay, wir beide sind bekennende „Chocoholics“, d.h. wir greifen gerne mal zur Schokolade, wenn uns danach ist. Und glauben Sie uns, danach ist uns durchaus öfter als wir es uns wünschen.

Wir haben schon diverse Rückmeldungen zum Thema bekommen, wie beispielsweise „Kein Problem. Mit Disziplin geht alles!“ oder „Kenne ich, habe ich schon mal über Wochen und Monate gemacht…“ Aber wie schaffen wir es, dass das Maßhalten mit dem Konsum von Zucker, und wir meinen hier jegliche Art von Zucker, uns nicht so schwer, ja sogar leicht fällt? Den Nutzen und die Vorteile daraus sollen Sie hier erfahren.

Ein kurzer Ausflug in die Physiologie:
Den Geschmack von Zucker (süß) erkennt unsere Zungenspitze über diverse Geschmacksknospen in ihren Papillen. Diese Knospen haben eine Turnover-Rate (Neubildungszeit der Zellen) von 14 Tagen. D.h. wenn wir es schaffen über mindestens zwei Wochen zuckerfrei zu essen und zu trinken, dann ist die folgende Generation von Geschmacksknospen auf unserer Zunge sensitiver für süßes Schmecken. Und genauso verhält es sich wieder mit der nächsten Zellgeneration von Geschmacksknospen.
Im Klartext: wir schmecken nach 14 Tagen Verzicht wieder deutlich früher, welches Lebensmittel süß ist und welches nicht. Und so können wir regelmäßig, innerhalb von zweimal zwei Wochen dafür sorgen, dass wir durch diese innere Reinigung einen unserer Sinne wieder (de)sensibilisieren.

Weihnachtskekse
Wie wäre das für Sie?

Unsere Einladung zur „Zeit der Besinnung“ enthält auch eine mögliche Antwort auf die Frage – warum man nach einer bestimmten Menge an Zucker nicht rundum gesättigt und zufrieden ist. Warum wird ständig Zuckriges gegessen und lapidar damit beantwortet – unser Gaumen steht nun mal auf „süß“…? Bei vielen von uns wird der Blutzuckerspiegel mehrmals täglich, als Antwort auf diese Belohnung, aufgeputscht – und den regelmäßig darauf folgenden Energieeinbruch (z.B. Müdigkeit, Lustlosigkeit) in Form eines stark schwankenden Blutzuckerspiegels, muss unser Körper auf Kosten seines in der Leber gespeicherten Glykogens (Stärke) wieder ausgleichen.

Ein weiteres „gewichtiges Argument“ für eine Zeit ohne Zucker ist unserer Erfahrung nach, die aus den Schwankungen des Blutzuckerspiegels resultierende zunehmende Insulinresistenz (verringerte Sensibilität auf das Hormon Insulin). Da es aufgrund einer derartigen Ernährungsweise ständig zu einem sehr starken Anstieg des Blutzuckerspiegels kommt, muss die Bauchspeicheldrüse, zur Senkung des Blutzuckerspiegels, entsprechend viel Insulin zur Verfügung stellen. Ist der Körper über viele Jahre hinweg diesen hohen Insulinbelastungen ausgesetzt, kommt es beinahe zwangsläufig zu dieser Störung des Stoffwechsels im Zucker- und Insulinhaushalt unserer Zellen. Das führt zu einer erhöhten Konzentration an freien Fettsäuren im Blut, was wiederum die Glukoseverwertung im Muskel- und Fettgewebe stört. Als Reaktion kommt es zu einer gesteigerten Insulinausschüttung. Dies führt wieder zu einer Herabregulation der Insulinrezeptoren an den Zellen, die Resistenz nimmt weiter zu. Da die Anwesenheit von Insulin in unserem Organismus den Fettstoffwechsel hemmt, steigert es die Fettspeicherung, und wir nehmen an Gewicht zu.

Lassen Sie den Zucker einfach weg – aber bitte jede Art und sei es auch noch so wenig.
Lesen Sie Zutatenlisten ganz genau. Sie werden kaum Fertig-Produkte finden, die weder Zucker, Zuckeraustauschstoffe noch Getreide enthalten. Natürlich essen heißt hier die Devise. Getreide auch weglassen? Ja klar – bleiben Sie gleichzeitig achtsam bei allen Getreideprodukten. Im Hinblick auf die Tatsache, dass das heutige Getreide ebenfalls stark verändert ist, und damit ebenso Schwankungen des Blutzuckerspiegels nach sich zieht, lassen Sie auch Vollkornprodukte weg.

Unsere Spielregeln (pdf-Download)

Uns ist bewusst, dass Sie erleben werden, wie Sie  anfangen zu rotieren. Wie Sie aufgrund möglicher Entzugserscheinungen (z.B. Kopfschmerzen) plötzlich an nichts anderes mehr denken können, als an Zucker – und für etwas Süßes oder eine Scheibe Brot, würden Sie am liebsten auf Ihre Teilnahme an unserem Projekt „einen Monat ohne Zucker“ verzichten.

Nehmen Sie diese Herausforderung – wie wir auch – sportlich. Das heißt, nehmen Sie sie als willkommene Veränderung für sich selbst, als Bruch mit alten Gewohnheiten – freuen Sie sich darauf neue Erfahrungen zu machen und gestärkt aus dieser Zeit der Achtsamkeit herauszugehen.
Erinnern Sie sich daran, dass es nicht für immer sein muss und vorerst lediglich dem Zweck dienen soll, für sich selbst das Verlangen nach Zucker und Kohlenhydraten zu akzeptieren. Lernen Sie wieder intuitiv und entspannt zu essen. Stellen Sie das Gleichgewicht wieder her.

Wir begleiten Sie dabei.

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer
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Dienstag, 10.01.2017
Unsere erste Woche der zuckerfreien Zeit ist vorrüber und es gibt einen kleinen Kurzbericht von mir (Lars):
Da ich mit Familie und Freunden über den Jahreswechsel in Spanien war, gab es die eine oder andere Herausforderung für mich – wie z.B. auf leckeren Rotwein aus Empordá zu verzichten. Ich war hierbei nur bedingt erfolgreich, da es beim leckeren Essen im Steakhaus zum Urlaubsabschluss eine kleine Rotweinbegleitung gab…;-)
Ansonsten ist es mir, trotz einiger Verlockungen durch Croissants und frischem Weißbrot, relativ leicht gefallen ohne Zucker durch die erste Woche zu kommen. Trockenfrüchte sind da sehr hilfreich…und wie stets um Eure Erfahrungen?
Beste Grüße, Lars

Dienstag, 17.01.2017
Nach der zweiten Woche (Bergfest…;-)) verspüre ich mittlerweile einen leichten Energieverlust. Insbesondere für mein Krafttraining fehlt es an Energie für ein intensives workout. Da gibt es glücklicherweise eine gute  Alternative: Lauftraining am Rhein – das geht mir interessanterweise leichter ab…insbesondere mit Hund. Die Kompensation erfolgt derzeit über einen vermehrten Verzehr von Nüssen und Schafmilch-Joghurts, Trockenfrüchte habe ich ein wenig über. Das strategische Einkaufen bleibt weiter meine größte Herausforderung, denn Etiketten lesen verhindert den Spontankauf.
Bis bald, Lars

Dienstag, 24.01.2017
Leider hat es mich am vergangenen Wochenende mit einem Hals-Katarrh bzw. einer Kopf-Grippe erwischt und ich habe mir natürliche Antibiotika in Form von leckerem Honig verabreicht. Damit habe ich zwar gegen unsere Regeln von „Zuckerfrei“ verstoßen, mir geht es aber gleich viel besser. Aufgefallen ist mir natürlich auch die enorme Süßkraft von Honig – egal ob pures Lutschen vom Löffel oder im Tee! Auch das ist einer der Effekte der zuckerfreien Zeit – die Neu-Sensibilisierung unserer Geschmacksknospen. Die letzte Woche bleibe ich, mit Ausnahme des Honigs, weiter am Ball und berichte gerne zum Ende über weitere Erfahrungen…
Bis dahin, Lars

Dienstag, 31.01.2017
Nun denn, der letzte Tag unserer „zuckerfreien Zeit“ ist angebrochen und es ist der Moment für einen Rückblick:
Was ist mir leicht gefallen, was ist mir schwer gefallen?
Leicht war es für mich auf Alkohol, Süßigkeiten und Brot zu verzichten. Schwer gefallen sind mir Momente, bei denen eine leckere süße Mahlzeit als Belohnung verlockend und leicht verfügbar war, wie z.B. am vergangenen Wochenende ein Stück Apfeltorte.
Nach einem ausgedehnten Schneespaziergang in der Eifel haben wir uns zur Belohnung in ein Café gesetzt und siehe da – es gab noch genau zwei Stücke Apfeltorte. Angepriesen wurden sie von der Bedienung als „warmer Apfelkuchen mit Sahne“. Da habe ich mich spontan entschieden dieses Stück genussvoll zu verzehren – quasi als Übergang in die „Zuckerzeit“ der nächsten Woche…;-)
Mein Fazit – ohne Druck zu verzichten war eher leicht – und wenn die Gewohnheiten einen überfallen, dann ist es hilfreich sich zu entspannen und kleine Ausreißer zu akzeptieren, solange die Entscheidung sich bewußt zuckerarm zu ernähren nicht grundsätzlich in Frage gestellt wird!

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natürlich essen | Lebkuchen-Zutaten | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Zu guter Letzt backen wir zu Weihnachten ein paar leckere Lebkuchen – mit viel Schokolade und Nüssen und allerlei guten Zutaten aus der Weihnachtsbäckerei.

Zutaten (ca. 20 Lebkuchen)
20 Backoblaten, glutenfrei
4 Bio-Eier
100 g Orangeat
100 g Sukkade/Zitronat
100 g Marzipan
100 g Bio-Honig
100 g Mandelmehl
100 g Kokosmehl
100 g Haselnussmehl
100 g dunkle Schokolade 70-80%, aufgelöst (Bain au Marie)
50 g Mandeln, gehackt
1 EL dunkler Kakao, schwach entölt
1 EL Lebkuchengewürz
1 TL Zimt

Das Orangeat und die Sukkade bzw. das Zitronat etwas zerkleinern. Marzipan klein zupfen und dazugeben. Eier mit Honig schaumig rühren und dann das Orangeat und Zitronat hinzufügen. Nun alle trockenen Zutaten miteinander vermengen und peu à peu hinzugeben und unterrühren. Den fertigen Teig etwa ein-zwei Stunden ziehen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 170 Grad (Ober-/Unterhitze) anheizen und die Schokoladenstückchen im Wasserbad zum Schmelzen bringen.

Dann den Teig in die Lebkuchenglocke geben und mit den Oblaten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Für ca. 15-20 Minuten backen. Die Lebkuchen gut abkühlen lassen und danach mit einer Kartoffelgabel von unten aufspießen und kopfüber in die Schokoglasur eintauchen, kurz abtropfen lassen und auf einem Kuchengitter oder Backpapier erkalten lassen.

Die Schoko-Nuss-Lebkuchen halten sich am besten gut verpackt und leicht gekühlt in der Keksdose – frisch schmecken sie mir am besten…:-)

natürlich essen | Schoko-Lebkuchen_oben | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Frohe Festtage wünschen Ihnen Lars Brouwers & Torsten Fleischer!

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer
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