Rückschau zur 1. Paleo Conference im Neanderthal/Mettmann

Veröffentlicht: 26. November 2015 von Lars Brouwers in Allgemein
Schlagwörter:, , , , , , , , , , , , , , ,

Liebe Leser unseres BLOG´s – heute gibt es eine kleine Rückschau zur 1.Paleo Conference vom vergangenen Wochenende (21.11.2015):

Neanderthaler

Ja, richtig erkannt, das ist er, der Neandertaler oder Steinzeitmensch. In der Nähe meiner Heimat Düsseldorf, im nahen Neanderthal-Museum zu Mettmann, gab es ein Treffen für die sogenannte Paleo-Anhängerschaft. Aus meiner Sicht hat sich eine bunte Mischung eingefunden, die alle das Interesse an Vorträgen und Informationen zum Thema Paleo-Leben und Paleo-Essen vereinte.

IMG_2450

Um es allen Interessierten von Anfang an leicht zu machen, gab es auch zwei Infotafeln, auf denen eine Einteilung in Paleo-Ja und Paleo-Nein nachzulesen war. Für Neulinge auf diesem Gebiet möglicherweise hilfreich, da es auch in vielen Büchern zum Thema ähnlich verfasst wird.

Beim Empfang zur Conference und in der Mittagspause gab es darüber hinaus ein paar Paleo-Leckereien zur Verkostung, wie z.B. Nusskern-Mischungen, Omega-3-Fettsäuren, Mineralwasser aus der Region, Wildfleisch und Kombucha zum Selber-Fermentieren (ein großes Dankeschön an Paul Seelhorst von FAIRMENT aus Berlin).

Nusskernmischungen

Wildfleisch

Nun zu den Vorträgen, für die ich mich eigentlich am frühen Samstagmorgen auf den Weg gemacht habe:

Aus dem Vortrag von Jens Freese (wissenschaftlicher Kopf bei „paleo r)leben“), der über das heiß diskutiere Thema „Milch“ referierte, habe ich soviel mitgenommen:
In den (Kuh-/Schaf-)Milchproteinen (Kasein und Molke) und dem Milchzucker (Laktose) gibt es verschiedene Inhaltsstoffe, die mit Vorsicht zu genießen sind. Hierzu zählt ß-Casein, was ähnlich wie Gluten (Gliadin), bei einer vermehrten Aufnahme, zur erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut führen kann. In Kasein und Molke steckt z.B. die Aminosäure Leucin, die zusammen mit IgF-1 (Wachstumshormon) zur Überaktivierung eines Wachstumssignals führt, welches bei uns Menschen wiederum das Zellwachstum anregt (z.B. vermehrte Aknebildung).

Die Behandlung dazu wurde gleich mitgeliefert – dieses Wachstumssignal wird gehemmt durch:
Resveratrol (Weintrauben), Curcumin ( Kurkuma), Caffein (Kaffee) und EGCG (Epigallocatechingallat) aus grünem und weißen Tee. Darüber hinaus ist eine kohlenhydrat-reduzierte Kost und intermittierendes Fasten hilfreich dafür.

Das Thema „Krebszellen hassen Sport“, präsentiert durch Herrn Dr. Lötzerich von der Sporthochschule Köln, hat neben der Wiederholung einiger Thesen zum Thema, folgenden Satz bei mir nachklingen lassen:
„Man nimmt nicht zu zwischen Weihnachten und Neujahr – sondern zwischen Neujahr und Weihnachten!“. Den werde ich mir sicherlich für das ein-oder-andere Klientengespräch aufbewahren…;-)

Weiter hat mich auch der Beitrag von Nicolai Worm, „Fettleber„, angeregt, mich mit den Themen – Laborwerte bei Fettleber, FLI (fatty liver index), Entstehung der NAFLD (nicht-alkoholische Fettleber) und der damit verbundenen Fettspeicherstörung zu beschäftigen.

Interessant wäre es hierbei, sich einmal wieder mit der Bio-Chemie zu beschäftigen (De-Novo-Lipogenese). Offen gesagt nicht eins meiner Lieblingsthemen…
Haften blieb mir auch der Begriff des OGTT (oraler Glukose-Toleranz-Test) und das Einsparen von kohlenhydratreichen Mahlzeiten und Fruktosereduktion, insbesondere wenn Fruktose ohne die dazugehörigen Faserstoffe (z.B. in Saftform oder als reiner Obst-Smoothie) aufgenommen wird.

Auch hier gilt m.E. der alte Satz des Paracelsus: „Nichts ist ein Gift, alles ist ein Gift. Allein die Dosis macht etwas zu einem Gift…“.

Und das Thema des Leberfastens ist uns ja auch bekannt und nach Aussage von Dr. Worm entfettet die Leber überproportional schnell, sobald Kohlenhydrate bzw. Fruktose aus der Nahrung eliminiert wird. Mit dem vorgebrachten Ansatz einer Formula-Diät bin ich allerdings nicht so einverstanden.

Den Abschluss machte dann Dr. Johannes Coy mit seinem Vortrag „R)evolution des Zuckerstoffwechsels“, der mir persönlich deutlich zu biochemie-lastig vorgetragen war.

Über manches der Inhalte habe ich zwar bereits gelesen oder darüber Vorträge gehört, nichtsdestotrotz, gab es ein paar nachhaltige Impulse für die Arbeit an unserem BLOG und für die Betreuung unserer Klienten.

500 Paleo-Rezepte

Mein Fazit zur 1. Paleo-Conference:

Einige gute Gespräche habe ich geführt, und ein paar interessante Kontakte und Impulse zum Weiterverfolgen habe ich auch aufgenommen. Meiner Wahrnehmung nach entwickelt sich die Paleo-Szene im Großen und Ganzen relativ undogmatisch weiter und solange es auch kontrovers geführte Diskussionen zu verschiedenen Ansätzen gibt und solche auch erwünscht sind, mache ich mir keine Sorgen über diesen Trend.

Abschluss Team Paleo Conference

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer

wir freuen uns über einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s