Zeit für Veränderung – einen Monat ohne Zucker!

Veröffentlicht: 4. Februar 2015 von Lars Brouwers in Allgemein
Schlagwörter:

natürlich essen | Zuckerfrei | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Neues Jahr – neues Glück – mal Hand auf´s Herz, ist es überhaupt an der Zeit für neue Vorsätze und Ziele…?

„Geht es doch unsern Vorsätzen wie unsern Wünschen:
Sie sehen sich gar nicht mehr ähnlich, wenn sie ausgeführt, wenn sie erfüllt sind, und wir glauben nichts getan, nichts erlangt zu haben.“ (Goethe)

Was ist Ihr Projekt für 2015?natürlich essen | Zuckerfrei Logo | Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Mit welcher Gewohnheit möchten Sie brechen oder wie sieht Ihr Veränderungswunsch für das gerade begonnene Neue Jahr aus?
Wie groß ist Ihre Motivation für unsere Herausforderung beim Maßhalten mit uns selbst – schaffen Sie einen Tag, eine Woche, oder sogar einen Monat zuckerfrei zu essen und zu trinken?

Gemeinsam starten wir unser Projekt – einen Monat ohne Zucker – am Montag, den 05.01.2015.

„It´s all about energy!“ ist einer unserer Leitsätze und wenn wir für einen guten Energieausgleich sorgen und nicht zu weit aus unserer Mitte geraten, dann glauben wir auch an wenig Belohnungsreize, z.B. nach etwas Süßem.

Woher kommt es eigentlich, dass wir häufig dieser „Lust auf Süßes“ ausgesetzt sind? Was macht es mit uns, wenn wir uns „nur mal kurz belohnen“? In welchem Zustand müssen wir dafür sein, wie weit außer Balance geraten, um in das Verlangen nach Süßem, um in einen  „Zuckerflash“ zu kommen, ohne, dass es uns dabei gleich bewusst wird? Das Gefühl danach kennen die meisten von uns: „Oh, schon wieder so viel Schokolade gegessen…“ Okay, wir beide sind bekennende „Chocoholics“, d.h. wir greifen gerne mal zur Schokolade, wenn uns danach ist. Und glauben Sie uns, danach ist uns durchaus öfter als wir es uns wünschen.

Wir haben schon diverse Rückmeldungen zum Thema bekommen, wie beispielsweise „Kein Problem. Mit Disziplin geht alles!“ oder „Kenne ich, habe ich schon mal über Wochen und Monate gemacht…“ Aber wie schaffen wir es, dass das Maßhalten mit dem Konsum von Zucker, und wir meinen hier jegliche Art von Zucker, uns nicht so schwer, ja sogar leicht fällt? Den Nutzen und die Vorteile daraus sollen Sie hier erfahren.

Ein kurzer Ausflug in die Physiologie:
Den Geschmack von Zucker (süß) erkennt unsere Zungenspitze über diverse Geschmacksknospen in ihren Papillen. Diese Knospen haben eine Turnover-Rate (Neubildungszeit der Zellen) von 14 Tagen. D.h. wenn wir es schaffen über mindestens zwei Wochen zuckerfrei zu essen und zu trinken, dann ist die folgende Generation von Geschmacksknospen auf unserer Zunge sensitiver für süßes Schmecken. Und genauso verhält es sich wieder mit der nächsten Zellgeneration von Geschmacksknospen.
Im Klartext: wir schmecken nach 14 Tagen Verzicht wieder deutlich früher, welches Lebensmittel süß ist und welches nicht. Und so können wir regelmäßig, innerhalb von zweimal zwei Wochen dafür sorgen, dass wir durch diese innere Reinigung einen unserer Sinne wieder (de)sensibilisieren.

natürlich essen | Zucker-Flash | Lars Brouwers & Torsten FleischerWie wäre das für Sie?

Unsere Einladung zur „Zeit der Besinnung“ enthält auch eine mögliche Antwort auf die Frage – warum man nach einer bestimmten Menge an Zucker nicht rundum gesättigt und zufrieden ist. Warum wird ständig Zuckriges gegessen und lapidar damit beantwortet – unser Gaumen steht nun mal auf „süß“…? Bei vielen von uns wird der Blutzuckerspiegel mehrmals täglich, als Antwort auf diese Belohnung, aufgeputscht – und den regelmäßig darauf folgenden Energieeinbruch (z.B. Müdigkeit, Lustlosigkeit) in Form eines stark schwankenden Blutzuckerspiegels, muss unser Körper auf Kosten seines in der Leber gespeicherten Glykogens (Stärke) wieder ausgleichen.

Ein weiteres „gewichtiges Argument“ für eine Zeit ohne Zucker ist unserer Erfahrung nach, die aus den Schwankungen des Blutzuckerspiegels resultierende zunehmende Insulinresistenz (verringerte Sensibilität auf das Hormon Insulin). Da es aufgrund einer derartigen Ernährungsweise ständig zu einem sehr starken Anstieg des Blutzuckerspiegels kommt, muss die Bauchspeicheldrüse, zur Senkung des Blutzuckerspiegels, entsprechend viel Insulin zur Verfügung stellen. Ist der Körper über viele Jahre hinweg diesen hohen Insulinbelastungen ausgesetzt, kommt es beinahe zwangsläufig zu dieser Störung des Stoffwechsels im Zucker- und Insulinhaushalt unserer Zellen. Das führt zu einer erhöhten Konzentration an freien Fettsäuren im Blut, was wiederum die Glukoseverwertung im Muskel- und Fettgewebe stört. Als Reaktion kommt es zu einer gesteigerten Insulinausschüttung. Dies führt wieder zu einer Herabregulation der Insulinrezeptoren an den Zellen, die Resistenz nimmt weiter zu. Da die Anwesenheit von Insulin in unserem Organismus den Fettstoffwechsel hemmt, steigert es die Fettspeicherung, und wir nehmen an Gewicht zu.

Lassen Sie den Zucker einfach weg – aber bitte jede Art und sei es auch noch so wenig.
Lesen Sie Zutatenlisten ganz genau. Sie werden kaum Fertig-Produkte finden, die weder Zucker, Zuckeraustauschstoffe noch Getreide enthalten. Natürlich essen heißt hier die Devise. Getreide auch weglassen? Ja klar – bleiben Sie gleichzeitig achtsam bei allen Getreideprodukten. Im Hinblick auf die Tatsache, dass das heutige Getreide ebenfalls stark verändert ist, und damit ebenso Schwankungen des Blutzuckerspiegels nach sich zieht, lassen Sie auch Vollkornprodukte weg.

Unsere Spielregeln (pdf-Download)

Uns ist bewusst, dass Sie erleben werden, wie Sie  anfangen zu rotieren. Wie Sie aufgrund möglicher Entzugserscheinungen (z.B. Kopfschmerzen) plötzlich an nichts anderes mehr denken können, als an Zucker – und für etwas Süßes oder eine Scheibe Brot, würden Sie am liebsten auf Ihre Teilnahme an unserem Projekt „einen Monat ohne Zucker“ verzichten.

Nehmen Sie diese Herausforderung – wie wir auch – sportlich. Das heißt, nehmen Sie sie als willkommene Veränderung für sich selbst, als Bruch mit alten Gewohnheiten – freuen Sie sich darauf neue Erfahrungen zu machen und gestärkt aus dieser Zeit der Achtsamkeit herauszugehen.
Erinnern Sie sich daran, dass es nicht für immer sein muss und vorerst lediglich dem Zweck dienen soll, für sich selbst das Verlangen nach Zucker und Kohlenhydraten zu akzeptieren. Lernen Sie wieder intuitiv und entspannt zu essen. Stellen Sie das Gleichgewicht wieder her.

Wir begleiten Sie dabei.

natürlich essen – ab heute gesund!
Lars Brouwers & Torsten Fleischer

Inspiriert wurden wir durch den Selbsterfahrungs-BLOG von Eve O. Schaub ( A year of no sugar): eveschaub.com/category/a-year-of-no-sugar/

Ein sehenswerter link zum Thema (youtube):
Dr. Robert H. Lustig (University of California), Vortrag 2009:
“Sugar: The Bitter Truth”,

Montag, 05.01.2015

Nachtrag (Lars): Ich merke, dass ich meinen Zuckerverzicht heute (Tag 3), mit dem Essen von mehr Obst und Trockenfrüchten kompensiere. Zumindest habe ich mehr Lust darauf.

Dienstag, 06.01.2015

Für mich (Torsten) sind bereits drei Tage, plus des heutigen dienstags, zuckerfrei vergangen. Es läuft gut. Bis dato blieb ich frei von Kopfschmerzen, und die Lust auf Süßes ist (noch) nicht gestiegen. Auch meinen „geliebten“ Pfanner Grünen Tee (meine einzige wirkliche Ernährungssünde) vermisse ich aktuell nicht. Zugegeben muss ich mich momentan zum Trinken etwas mehr ermahnen, aber auch da wird Gewohnheit einkehren.

Wer auf der Suche nach zuckerfreien Rezepten ist, der wird hier fündig: Rezepte „zuckerfrei“

Mittwoch, 07.01.2015

(Lars) Bemerke, dass ich deutlich mehr Appetit habe und dass ich das derzeit mit Tee- und Kaffeetrinken kompensiere. Mal schauen wohin die Reise weitergeht…

Donnerstag, 08.01.2015

Nun ist auch mein (Torsten) Appetit auf Süßes merklich wahrnehmbar. Ähnlich wie Lars kompensiere ich das mit Tee und unserem Paleo Kakao, tausche jedoch Honig gegen 2 Datteln aus, und gebe je eine extra Prise Vanille und Zimt hinzu. Energie und Klarheit sind gut vorhanden, und ein minimaler Kopfschmerz von gestern Abend ist nicht mehr präsent.

Freitag, 09.01.2015

(Lars) Merke derzeit, dass ich eine Mahlzeit am Tag mehr benötige als sonst. Wie es scheint, fragt mein Organismus nach mehr Energie – die er über die Weihnachts- und Sylvesterzeit, vermehrt in Form von Süßem erhalten hat…

Samstag, 10.01.2015

Für uns ist heute der 8. Tag und ich merke (Torsten), dass mein Wunsch nach dem gewohnten Getränk (Pfanner „Grüner Tee“) steigt. Die Kompensation mit anderen Flüssigkeiten ist nur bedingt befriedigend, daher landet wohl öfter mal eine Handvoll Nüsse in meinem Mund. Ähnlich wie bei Lars vermute auch ich hier einen gesteigerten Bedarf an gewohnter Energie. In Zeiten der Ablenkung kommt dieser Gedanke jedoch nicht auf.

Dienstag, 13.01.2015

Seit Sonntag plagt mich (Torsten) ein heftiger Infekt, und ich fühle mich sehr schlapp. Appetitlosigkeit und das viele Ruhen reduzieren das vorher wahrgenommene „Naschen“ von Nüssen. Allerdings merke ich, in dieser kränklichen Phase ist definitiv Appetit auf Süßes um sich damit jetzt etwas Gutes zu tun. Aber Husten- und Kräutertee OHNE Honig ist doch auch was Feines 🙂

Mittwoch, 14.01.2015

Bin (Lars) heute trotz wenig Schlaf wieder gut aus dem Bett gekommen. Spüre vermehrt meine Energie am Morgen und glaube, das „Zuckertief“ liegt hinter mir. Mir fehlt kaum etwas an Leistungsfähigkeit und ich nutze das, um mein eigenes Training zu intensivieren. Das war in der vergangen Woche noch ganz anders…

Freitag, 16.01.2015

(Lars) Habe heute eine Entdeckung gemacht:
Mein geräucherter Wildlachs enthält auch Zucker…:-(.
Ich hatte ihn allerdings auch schon verspeist und so ist es in Ordnung für mich. Nichtsdestotrotz, seltsame Dinge gibt es – z.B. Wildlachs mit Zucker, unglaublich…

Sonntag, 18.01.2015

(Lars) Heute beim Besuch in der Kaffeeschmiede (Kaffeerösterei):
„Hey Lars, das ist aber sicher nicht zuckerfrei, hier im Café…oder trinkst Du den schwarz?!“
„Oh doch, genau so ist es, leckerer schwarzer Wildkaffee, mehr brauche ich derzeit nicht.“
Und Danke für die Kontrolle, lieber Fernando…;-)

Dienstag, 20.01.2015

Nachtrag (Lars): Gestern war ich auf der Messe BOOT und stand vor der Herausferderung dort Mittag zu essen. Kurzerhand wählte ich Nürnberger Rostbratwürstchen, Sauerkraut und Kartoffelpü. Um ehrlich zu sein, habe ich nur kosten wollen, wie süß das wohl sei. Und siehe da – höllisch süß – Würstchen, wie Kraut, wie meine Kostprobe des Kartoffelpüs…beim nächsten Mal verzichte ich gerne!

Donnerstag, 22.01.2015

Ich (Torsten) bin krankheitsbedingt aus dem Projekt ausgestiegen. Der Infekt gepaart mit der Appetitlosigkeit hat in der vergangenen Woche gut 3kg „gekostet“. Was hab ich seit dem „Verbotenes“ gegessen? Hin und wieder mal Honig im Tee, 4 Stückchen Zartbitter Schokolade (70%) und 3 Scheiben Brot. Alles schmeckte extrem süß, mir schon fast widerlich. Fakt ist, Zucker brauch ich nicht – Honig tut bei Krankheit aber recht wohl. – Seit zwei Tagen habe ich das Gefühl, dass es bergauf geht.

Sonntag, 25.01.2015

An diesem Wochenende habe ich (Lars) ein Seminar der flowlife ACADEMY besucht und natürlich meinen zuckerfreien Monat auch im Hotel brav umgesetzt. Allerdings fiel mir auf, wie viel Energie ich beim Widerstehen der vielen Versuchungen durch Pausenkekse, Kuchen zum Tee und Kaffee, Nachspeisen (Crème Brulée) und Brötchen und Croissants zum Frühstück, aufwenden musste. Leben kann schon hart sein…

Dienstag, 27.01.2015

Heute hat es mich (Lars) erwischt: Beim Frühstück im Café habe ich mir einen griechischen Joghurt mit Nüssen, Früchten und Honig bestellt. Und habe beim Essen zwar wahrgenommen, dass es merklich süß war, bin allerdings so im Gespräch vertieft gewesen, dass es mir nicht wirklich bewußt wurde.
Ja, erst beim Verlassen des Lokals ist es mir aufgefallen: „Moment mal, das war ja mit Honig…!“
Es ist wie es ist, nichtsdestotrotz, halte ich mich die letzte Woche weiter ans zuckerfreie Programm.

Donnerstag, 29.01.2015

Unser Projekt – einen Monat ohne Zucker – geht in genau einer Woche zu Ende. Und wir fragen uns, was sich seit dem mit unserem Geschmacksempfinden und unserem Verlangen nach Zucker bzw. Süßen getan hat. Ich für mich (Lars) freue mich auf einen herzhaften Biss in ein Roggenbrötchen mit Butter und auf etwas Honig in meinen Tee. Ansonsten kann ich offen sagen, dass es mir an nichts weiterem aus der Welt des Zuckers fehlt.

Samstag, 31.01.2015

Nachtrag zu gestern Abend:
Ich (Lars) habe gestern beim Fussballschauen in einer Kneipe wieder vor der Herausforderung gestanden, was trinke ich über die zwei Stunden und was kann ich am besten essen?
Rechts und links von mir gab es natürlich reichlich Bier und anderes Alkoholisches. Nach dem ersten halben Liter Wasser ging meine Frage an die Bedienung in Richtung frischer Minztee. Den gab es allerdings nicht mehr spät am Abend. Das Tonic Water enthielt auch Zucker und der Rest von der Karte war nicht der Rede wert…also kurzerhand einen zweiten halben Liter Wasser getrunken,ein paar Nüsse gesnackt und wieder mal zuckerfrei überlebt…;-)

Mittwoch, 04.02.2015

So, heute ist es für mich (Lars) soweit:
Den ersten Biss ins reine Roggenbrot, aus meiner heimischen Bäckerei, mit leckerer Butter vom irischen Weiderind, habe ich bereits genossen…:-)
Und offen gesagt war es nichts wirklich Neues für mich, d.h. meine Geschmackszellen haben neutral darauf reagiert – weder mit „Hurra“ noch mit „Oh Gott, wie süß“. Mache heute Abend auch noch den Schoko-Test und berichte gerne weiter.
Wie geht es Euch derzeit damit? Wir sind schon gespannt…!

Donnerstag, 05.02.2015

Nachtrag zu gestern: Mein (Lars) Schoko-Test verlief ziemlich unspektakulär – und das obwohl ich mich selber als Schokoholic betrachte. Die Wahl der Zartbitter-Schokolade (85%) wird sicherlich einen Teil zur eher nüchternen Geschmackserfahrung beigetragen haben. Ich habe mich bewusst dazu entschieden nicht gleich auf eine Geschmacksexplosion zu setzen. D.h. ich werde mich wieder Step-by-Step an das „süße Zeug“ ranmachen. Weiterhin achtsam zu bleiben beim Essen und Trinken tut mir auch gut…

Kommentare
  1. ina sagt:

    Hej Ihr beiden,
    und auf diesem Wege: alles Liebe zum neuen Jahr!
    ich danke Euch für dieses motivierende Projekt. ich schließe mich an!
    Inspiriert durch „fachspezifische“ Literatur, die mich seit drei Monaten begleitet, werde ich mich zugunsten MEINES Projekts diesen Jahres auf diese Weise um mich kümmern.
    Danke und viel Spaß beim Durchhalten 🙂

    Gefällt 2 Personen

    • Lars Brouwers sagt:

      Liebe Ina,
      schön, dass Du dabei bist, das freut uns sehr!
      Wir hoffen und glauben an ein erfolgreiches Umsetzen…heute haben wir bereits mit Zimt und Vanille gewürzt und Zucker hat uns dabei nicht gefehlt…😉
      Drücken Dir auch weiter die Daumen – beim zuckerfreien Monat und bei Deinem Projekt!
      Liebe Grüße
      Lars & Torsten

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  2. Simona Olbrich sagt:

    Ich habe schon etwas früher mit diesem „Projekt“ begonnen, erinnere mich aber noch sehr gut an die erste, mitunter schwierige Zeit. Die Entzugserscheinungen waren nicht ganz ohne. Ich litt unter Nervosität und Kopfschmerzen, war ständig müde und unausgeglichen. Dieser Zustand änderte sich ca mit dem 4. oder 5. Tag. Nicht sofort, aber es wurde langsam besser. Ich habe auch nicht erwartet, dass mir mein Körper sofort verzeiht, was ich lange Zeit habe schleifen lassen.
    Was mich am meisten beeindruckt ist das, was „es“ mit meinem Gehirn anstellt. Ich bin sehr viel klarer im Kopf und wacher. Ich kann beim Spazierengehen plötzlich problemlos an NICHTS denken. Das fiel mir früher schwer. Ich habe ständig über irgendwelche Dinge nachgedacht. Ich kann morgens aufstehen und alles auf mich zukommen lassen. Desweitern pendelt sich der Zyklus fabelhaft ein, wird deutlich schmerzfreier und ich kann wieder prima Hunger von Appetit unterscheiden. Früher hab ich auf Hunger manchmal mit was SCHNELLEM reagiert. Gern auch mit einem Schokoriegel oder so…..das mein Körper in Wahrheit nach Nährstoffen gebettelt hat, habe ich ignoriert. Also hat er den verabreichten Zucker irgendwo abgelegt. Po, Hüfte usw. Heute weiß ich wie es richtig geht.
    Naja und all die anderen tollen Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Pickel und Mattheit sind verschwunden.
    Auch auf der Waage macht es sich bemerkbar, und das gar nicht mal so unerheblich!
    Es wurde schon bemerkt, das „irgendwas anders“ ist 🙂
    Und die Frisur ist es sicher nicht. Ich sehe einfach frischer und rosiger aus!

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    • Lars Brouwers sagt:

      Liebe Simona,
      vielen Dank für Deinen umfangreichen Erfahrungsbericht.
      Er zeigt wieder einmal, dass Veränderungen unseres Essverhaltens i.d.R. mit einigen Widerständen, so innen wie außen, zusammenhängen.
      Besonders die Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit werden oft beschrieben und decken sich hier mit Deiner Erfahrung.
      Schön zu lesen, dass weitere „Begleiterscheinungen“ auch von Deiner Umgebung erkannt und wertgeschätzt werden…:-)
      Liebe Grüße
      Lars

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  3. Alice Goehl sagt:

    Ich mache das zwar nun schon etwas länger aber was ich als besonders positiv sehe sind keinerlei Heißhungerattacken mehr, weniger Kopfweh, ich war nur noch selten krank und, als besonders positiver Nebeneffekt, habe ich im ersten Jahr, wie gesagt ich mach das schon länger, 10 kg abgenommen. Ich war schon immer recht sportlich und hätte das nicht für möglich gehalten aber so bekommt man sein ideales Körpergewicht ja beinahe von allein. Für mich steht fest das ich mich der Gesellschaftsdroge Zucker nie wieder hingeben werde! Und lasst lieber die Finger von Zuckerersatzstoffen, ich arbeite in der chemischen Industrie und weiß wovon ich rede. Bisschen Honig oder Agavendicksaft tun es auch 🙂

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    • Lars Brouwers sagt:

      Liebe Alice,
      herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Input. Und Glückwunsch zu Deiner Konsequenz!
      Über Zuckeraustauschstoffe verlieren wir auch kein weiteres Wort…:-)
      Schon mal mit Kokoszucker gesüßt? Ist echt malzig-lecker, sofern der Geschmack einem liegt.

      Beste Grüße
      Lars

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  4. Alexandra sagt:

    Hallo zusammen,

    auch ich esse keinen Zucker. Allerdings schon seit zwei Jahren.

    Das erste Jahr sehr konsequent, meine Gesundheit war einfach mies zu dieser Zeit. Ich hatte durch übermäßige Antibiotika Einnahme eine Dysbiose im Darm. Also zu deutsch: Böse Bakterien und Pilze feierten Feste und die Guten hungerten und waren am aussterben – es ging mir sehr schlecht, ich war dauernd und heftig krank.Inzwischen esse ich wieder natürlichen Zucker aus Obst. Alles andere bleibt gestrichen.

    Die ersten vier Wochen waren sehr hart. Auch ich war erstaunt wo überall Zucker versteckt ist.

    Nach 1,5 Jahren waren meine Beschwerden endlich vorbei. Meine Ernährung behalte ich bei, denn ich denke, wir haben nur einen Körper und der hat das Beste verdient.

    Raffinierten Zucker gab es bis vor 100 Jahren überhaupt nicht. Mich persönlich macht Zucker aggressiv, er geht mir an die Nerven, meine Haut wird schlecht (ich habe Schuppenflechte seit ich 10 Jahre alt bin. Seit ich mich vernünftig ernähre habe ich nur noch zwei kleine Stellen, es ging alles zurück – ohne die Salben der Schulmedizin)

    Meine Ernährung hat ein Motto: Mein Essen sollte in keiner Fabrik gewesen sein. Es ist eigentlich ganz einfach.

    Es dominiert Gemüse, Obst, etwas Fleisch, Eier. Milchprodukte gibt es so gut wie nie. Manchmal mache ich mir ein Fruchteis im Vitamix. Gefrorene Früchte, Tasse Milch, Stevia – fertig!

    Morgens Müsli (ich liebe MyMüsli) oder Brei (Jentschura ist super). Ich habe mir den Vitamix angeschafft und einen Kräuterkurs gemacht. Es gibt einmal täglich Smoothie. Den ganzen Sommer mit Wildkräutern.

    Was haben wir gelitten am Anfang :-).

    Der grüne Kräutersmoothie hat uns so entgiftet, dass es uns wochenlang erstmal schlecht wurde nach dem Trunk. Wir (mein Mann und ich) waren früher Raucher, jedesmal wenn wir Brennessel versmoothen bekamen wir Husten. Ich denke der Körper hat sich gereinigt. Das ist lang vorbei. Keine Nebenwirkungen mehr, nur noch Wohlfühlen und Energie nach der richtigen Nahrung.

    Auf Eure Seite bin ich gestoßen, weil ich Rotkraut versmoothen möchte :-).

    Viele Grüße aus dem Schwabenland
    sendet Alex

    Gefällt 1 Person

    • Lars Brouwers sagt:

      Liebe Alexandra,

      vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht.
      Ich hoffe du erreichst damit auch die Leser, die weniger Leidensdruck verspüren und mit sich noch nicht im Klaren sind, warum eine Ernährungsumstellung, z.B. zuckerfrei zu essen und zu trinken, nicht nur sinnvoll ist, sondern auch in „…Wohlfühlen und Energie…“ münden kann.
      Auch wir haben die ersten Tage viel innere und äußere Widerstände gespürt und gehört, nichtsdestotrotz, überwiegt die Freude, dass unser Projekt viele Teilnehmer gewinnt.

      Beste Grüße
      Lars

      Gefällt 1 Person

  5. Gerhard Müller-Lang sagt:

    Hallo zusammen,

    für mich waren die vier Wochen „ohne“ eine – so wie sichs jetzt anfühlt – prägende Erfahrung: das Verlangen nach Süßem wurde zunehmend weniger, nach gut einer Woche habe ich es nicht mehr als Problem empfunden; die hier auf natuerlich-essen.net geposteten Rezepte waren immer wieder ein kleiner Motivationsschub, vor allem habe ich das Paläo“brot“ wiederentdeckt und seitdem ein halbes Dutzend Mal gebacken (meine Kinder finden es grausig, aber sie schauen sich sehr genau an, was der Papa da so macht und haben die Thematik erkannt… – dieser Aspekt ist mir bei näherem Hinfühlen extrem wichtig); und natürlich habe ich auch abgenommen (-5.0 kg).

    Ich habe mich entschieden, „ohne Zucker“ weiter zu machen („ohne Zucker“ stimmt ja so nicht, im Obst ist einiges drin) und dann irgendwann in einigen Wochen auf „80-20“ umzusteigen.

    Nochmals vielen Dank für die zeitaufwendige Arbeit an der wohltuend sachlichen/wenig schreierischen Homepage. Ich würde mich freuen, wenn ihr so weitermacht.

    Beste Grüße
    Gerhard

    Gefällt 1 Person

    • Lars Brouwers sagt:

      Lieber Gerhard,

      herzlichen Dank für das Teilen Deiner Erfahrung. Und Danke auch für Dein Lob: versprochen – wir bleiben wer wir sind, wenn wir uns auch weiterentwickeln mögen…
      Deinen Hinweis auf die Wichtigkeit des „Hinfühlens“ nehmen wir gerne auf und verstehen ihn auch als Auftrag an uns. Die 80-20-Regel entspricht darüber hinaus auch unserem Ansatz und wir glauben damit ganz gut fahren zu können.
      Mal schauen wie es andere Teilnehmer halten…

      Beste Grüße,
      Lars

      Gefällt mir

  6. Janis sagt:

    Super Projekt! Ich lebe schon seit Ewigkeiten ohne Zucker und fühle mich viel besser. Natürlich gibt es mal die ein oder andere Sünde, aber dann auch wirklich nur in Maßen. In der Weihnachtszeit artet das Maß zwar hin und wieder aus, wenn ich dann allerdings wieder zurück zu meiner gesunden Ernährungsweise finde, merke ich wie schädlich es ist.

    Gefällt 1 Person

    • Lars Brouwers sagt:

      Lieber Janis,

      Danke für Deine Unterstützung. Was heißt denn für Dich „seit Ewigkeiten“?
      Wir haben ja bereits ein paar BLOG-Einträge mit ein-zwei Jahren Erfahrung ohne Zucker.
      Möglicherweise setzt Du einen neuen Meilenstein und motivierst andere zum Fortfahren…?!

      Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg mit Deiner Website.
      Lars

      Gefällt 1 Person

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